96 Gründungsstifter bringen 440.000 Euro Stiftungskapital auf
„Typisch Ankum, so etwas klapp vermutlich nur hier“, sagte ein Gast und Spender am Rande der Gründungsveranstaltung am 17. April 2026 zu einem Vorstandsmitglied. „Hier wird gleich angepackt und es werden Nägel mit Köpfen gemacht. Einfach super!“
Viel treffender lässt sich die Entwicklung der vergangenen Monate kaum zusammenfassen: Gerade einmal ein halbes Jahr verging von der ersten Idee bis zur offiziellen Gründung der Bürgerstiftung Ankum.
Nachdem die Idee im November 2025 entstanden war, stellten Jörg von der Heide und Günter Lonnemann ein Team von rund 15 Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammen. Gemeinsam ging es unmittelbar an die Arbeit. Parallel wurden Konzepte entwickelt, Umfragen zu Bedarfen, Wünschen und Ideen durchgeführt und die rechtlichen Rahmenbedingungen einschließlich der Stiftungssatzung erarbeitet.
Anfang April folgte die Informationsveranstaltung „Gemeinsam für Ankum – Mitmachen – Mitgestalten“. Mehr als 120 Interessierte kamen in die Grundschule Ankum und zeigten sich begeistert von dem Vorhaben. Die große Resonanz gab dem Gründungsteam zusätzlichen Rückenwind.
Nur wenige Tage später, am 17. April 2026, wurde die Bürgerstiftung Ankum im Festsaal des Hauses „Onkel Otto“ offiziell gegründet. Auch hier war die Beteiligung beeindruckend.
96 Gründungsstifter sagen „Ja“
Im Rahmen der Gründungsveranstaltung unterzeichneten 96 Gründungsstifterinnen und Gründungsstifter Verpflichtungserklärungen über insgesamt 440.000 Euro Stiftungskapital. Neben der beachtlichen Höhe des zugesagten Kapitals ist vor allem die breite Unterstützung aus der Ankumer Bürgerschaft bemerkenswert.
Der neu bestellte Vorstand zeigte sich beeindruckt von diesem Vertrauensbeweis. „Wir sind schon fast überwältigt von diesem großen Vertrauensvorschuss. Unsere Aufgabe ist klar: Wir werden alles daransetzen, diesem Vertrauen gerecht zu werden“, erklärten Barbara Glass, Franz-Georg Gramann, Katrin Imwalle, Burkhard Küst und Frank Suding.
Auf die Gründung folgten die notwendigen formalen Schritte. Nach Vorlage und Prüfung aller erforderlichen Unterlagen erkannte die zuständige Stiftungsbehörde die Bürgerstiftung Ankum mit Urkunde vom 23. Juni 2026 offiziell an. Auch das Finanzamt bestätigte die Gemeinnützigkeit.
Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, das Stiftungskonto zu eröffnen. Ende Juli beziehungsweise Anfang August wurden die Gründungsstifterinnen und Gründungsstifter über den erreichten Status informiert und gebeten, ihre zugesagten Beiträge bis Ende August 2026 zu überweisen.
Kapital soll dauerhaft für Ankum wirken
Das Stiftungskapital soll dauerhaft erhalten bleiben und nachhaltig angelegt werden. Die daraus erzielten Erträge stehen künftig für die satzungsgemäßen Zwecke der Bürgerstiftung zur Verfügung. Unterstützt werden können damit lokale Vereine, Verbände und Initiativen. Darüber hinaus möchte die Bürgerstiftung auch eigene gemeinnützige Projekte initiieren und tatkräftig umsetzen.
Dabei versteht sich die Bürgerstiftung ausdrücklich nicht nur als Geldgeber. Sie möchte eine „Mitmachstiftung“ sein, bei der Menschen ihre Zeit, Ideen, Fähigkeiten und Kontakte einbringen können. Denn mindestens ebenso wichtig wie finanzielle Mittel sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam etwas für Ankum bewegen wollen.
Wie kommt eine Organisation an Fördermittel?
Das Verfahren soll bewusst unkompliziert bleiben. Vereine, Verbände und andere gemeinnützige Organisationen können einen kurzen Antrag einreichen. Darin werden das geplante Projekt, die Gesamtfinanzierung und die gewünschte Unterstützung durch die Bürgerstiftung beschrieben.
Der Stiftungsvorstand entscheidet anschließend satzungsgemäß über die eingehenden Anträge und die Höhe einer möglichen Zuwendung. Maßgeblich sind dabei unter anderem die verfügbaren Stiftungserträge.
Gute Ideen für Ankum sind willkommen
Die Bürgerstiftung lebt von den Ideen und dem Engagement der Ankumerinnen und Ankumer. Wer etwas für Ankum bewegen möchte oder eine Idee hat, wie das Zusammenleben und die Gemeinschaft vor Ort verbessert werden können, ist herzlich eingeladen, sich an den Vorstand zu wenden.
Gemeinsam soll geprüft werden, ob und in welcher Form die Bürgerstiftung bei der Umsetzung einer Idee unterstützen kann. So können Bedarfe, Engagement und finanzielle Möglichkeiten zusammengebracht werden.
Mitmachen – mit Geld oder mit Zeit
Wer sich jetzt noch in die Bürgerstiftung einbringen möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten:
1. Als Zustifter:
Mit einer Zustiftung von mindestens 3.000 Euro kann das Grundstockvermögen der Bürgerstiftung weiter wachsen. Zustiftungen sind jederzeit möglich – auch in Form eines Erbes oder Vermächtnisses. Interessierte können sich bedirekt an den Vorstand wenden.
2. Als Spender:
Spenden sind in beliebiger Höhe möglich und fließen unmittelbar in laufende Projekte und Maßnahmen der Bürgerstiftung. Für Spenden bis 300 Euro genügt in der Regel der Kontoauszug als Nachweis. Wer eine Spendenbescheinigung benötigt, kann sich an den Vorstand wenden.
3. Mit Zeit, Ideen und Engagement:
Auch wer kein Geld geben kann oder möchte, kann sich beteiligen. Gesucht werden Menschen, die bei gemeinnützigen Projekten mithelfen, eigene Ideen einbringen oder die Arbeit der Bürgerstiftung unterstützen möchten.
Ob mit einer konkreten Projektidee, persönlichem Engagement oder finanzieller Unterstützung: Die Bürgerstiftung Ankum freut sich über jeden Beitrag.
Denn das Ziel ist klar: Gemeinsam anpacken, Ideen verwirklichen und Ankum ein Stück lebens- und liebenswerter machen.
